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Erfahrungen beim Gongbau
Eine Teilnehmerin fasste Ihre Erfahrungen beim Gongbau in folgende Worte:
Wir arbeiteten in einer stillgelegten Kiesgrube, direkt am Ufer des dortigen Baggersees ...
„In einer Steinwüste ging’s los, alle Elemente waren dabei; Feuer, Wasser, Luft, Erde und in chinesischer Tradition kam noch das Metall dazu.
Gongbau ist im wahrsten Sinne des Wortes ganzheitlich eine schöpferische und kreative Art mit der man sich selbst auf die Spur kommt. Angefangen bei den eigenen handwerklichen Fähigkeiten. Gefragt ist Kraft, Feingefühl und Geduld beim Ausschneiden des Metalls. Und auch beim Glühen und Hämmern des Gongs herrschen nicht nur rohe Kräfte und Gewalten. Neben 1800 °C heißen Flammen und Hammer heißt es beim Schmieden nicht die Sensibilität für das Material, das Metall zu verlieren. Ob der Kreis 20 oder 60 cm Durchmesser hat, man muss immer ganz dabei sein, auch wenn man mit einem größeren Gong noch einmal neuen Herausforderungen und Verlockungen begegnet. Immer wieder lernt man auch die eigenen Grenzen kennen körperlich und seelisch. Da muss Christof manchmal helfen, den richtigen Ton mit dem Gong anzuschlagen.
Es ist alles erlaubt, von Aggressionen bis zu den sanften Kräften. Man hämmert, klopft, schlägt ganze Gefühlswelten in das Neusilber oder die Bronze des Gongs. So lässt man den Gong wissen, wo der eigene Wille ist. Und schließt Kompromisse mit ihm. Denn obwohl man nach dem Stabilisieren durch einen Rand den Klang, sanft oder weniger sanft, noch in Farbe und Ton beeinflussen kann - man weiß doch nie, was letzten Endes herauskommt. Hört man jedoch immer wieder auf den Gong und sich selbst, dann prägen die Hiebe und Schläge das Metall zu einem ureigenen Klangkörper.
Die Belohnung ist das erste Anschlagen vom fertigen Gong. Nach den Hämmerklängen sehnt man sich nach dem was dann kommt: ein Klang in dem alles mitschwingt, was hineingelegt wurde. Es ist ein großes Staunen, wenn man den Tönen lauscht. Jetzt klingt jeder Hammerschlag plötzlich wunderschön und harmonisch. Bei jedem Anschlag eine neue Entdeckung. Nicht nur mit den Ohren, alles lauscht mit. Dazu kommt das schöne Gefühl, mit den Elementen gespielt, und dabei einen so vielfältigen Klang geschaffen zu haben. Ein archaisches Gefühl. Und jeder Gong ist anders. Keine zwei identisch. Das Ergebnis ist in jedem Fall stimmig ein „Falsch“ gibt es nicht.
All dem kann man dann nachspüren, wenn man lauscht, wie Christof den Gongs ihre Geheimnisse entlockt. Nach so einem Wochenende versteht man vieles. Nicht nur warum man Gongs nicht nur als Signal zum Mittagessen verwenden sollte. Sondern auch warum der Gong in vielen Kulturen heilig ist.”
Impressionen des Seminars 
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